BASERANGE

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July 2014. Zwei Jahre vor der Eröffnung des neuen Gotthard-Basistunnels findet ein Konzert im Tunnelneubau statt.

Die Konzert-Performance setzt ein Schweizer Klischeebild in einen neuen Kontext: Der Alphornspieler wird vom Berggipfel in das Herz des Gotthardmassivs versetzt.

Während der Tunnel selbst als ein Ort des Durchgangs, der schnellen Reise ist, stellt er gleichzeitig ein Paradox dar: Die schnelle Form der Fortbewegung durch den Tunnel erlaubt keine Wahrnehmung der Veränderung der Landschaft während der Zeit des Reisens und kann daher als Stillstand innerhalb der Bewegung verstanden werden.

Gleichzeitig wurde der Tunnel als Resonanzkörper genutzt, der nach ähnlichen akustischen Prinzipien funktioniert, wie das Alphorn selbst. Der Klang, der vom Alphorn in den Tunnel getragen wird, schnellt zwischen den Tunnelröhren hin und her und überlagert sich mit den neu angespielten Alphorntönen, so daß Lautproduktion und dessen verklingen gleichzeitig erfahrbar werden.

 

 

Für die Sammlung der Stiftung Kunstdepot Göschenen, die das Projekt ebenso wie die NEAT Alptransit AG unterstützt haben, wurde Aquarellbild mit Hilfe einer Aquarell App erstellt.

„Und so bin ich unversehens zum Landschaftsmaler geworden“. (Albert Stifter)

Alphorn

 

Dokumentation Fotos: Stefanie Pluta, Ton und Video: Lea Letzel