DREI/ 333/ III

DREI/ 333/ III

DREI (2010)

Computerballett

von und mit Mirko Hecktor, Daniel Kluge, Alexander Giesche, Florian Krauss und Lea Letzel

Aufführung im maximiliansforum München im Rahmen der Langen Nacht der Münchener Museen in Oktober 2010.

Die Arbeit DREI entstand ausgehend von Der Garten der Lüste, einem Triptychon des niederländischen Malers Hieronymus Bosch, und setzt sich mit dem Computer als künstlerisches Medium auseinander. Über die Untersuchung des Bosch´schen Bildraumes hinaus wendet sich die performative Arbeit zeitgenössischen Theorien von Welt zu, wobei die theoretischen Konzepte und ihre Möglichkeiten hinsichtlich der Konstruktion von Raum performativ erkundet und dabei immer wieder in ihren Grenzen auf den realen Raum des maximiliansforums zurückgeführt werden, der in seiner Beschaffenheit einem Triptychon ähnelt.

Zwölf Macbooks dienen sowohl als visuelle als auch als akustische Grundlage. Auf den Bildschirmen werden insgesamt zwölf Szenen die Performance bestimmen. In der Annahme, dass die Struktur des Triptychons ein Prinzip der Weltordnung widerspiegelt, wird die Netzwerkverbindung zwischen den Protagonisten wie auch den neuen Medien dazu verwendet, ein Bild zu erschaffen, das sich den Ordnungsstrukturen des 21ten Jahrhunderts annähert. Der Rechner, die Netzwerkverbindung und der User bilden das oberste Gut; die inhaltliche Ebene wird auf graphische Bilder reduziert. Die Zweidimensionalität der Displays wird durch die Choreographie der Performer im Raum aufgelöst.

In Zusammenarbeit mit peer to space.

Foto- und Videodokumentation von Tassilo Letzel und Daniel Samer.  Schnitt: Daniel Kluge